Landessternritt

Dieses Jahr begann der Landessternritt für unsere kleine Truppe des VFD-Unterverbandes wie gewohnt schon ein paar Tage früher mit dem mehrtägigen Anritt, dieses Mal nach Wuppertal. Die kurzfristige Verlegung des Veranstaltungsortes hatte auch Auswirkungen auf die Planung der Route und so wurde aus dem Anritt kurzerhand ein kleines Abenteuer. Die Planung der Unterkünfte hat unsere Katja Hannemann Blut, Schweiß und Tränen gekostet, dennoch hat sie es hervorragend gemeistert.

Unsere Etappen führten uns von Balve nach Altena (28km), weiter nach Breckerfeld (33km), über Ennepetal (32km) schlussendlich nach Wuppertal (24km). Dabei hatten wir von kleinen Höfen und Feldbetten in der Scheune bis hin zum komfortablen Bett im Hotel so ziemlich alles dabei. Auch landschaftlich wurde uns einiges geboten, und während des Erklimmens teilweise mehrerer hundert Höhenmeter genossen wir grandiose Aussichten. Fast zum Programm gehörte aber auch dieses Jahr wieder das Reiten von weitaus mehr Strecke als geplant, weil ursprüngliche Routen nicht eingehalten werden konnten, definitiv Situationen in denen die Köpfe des Rittführers Jürgen Müller und der Nachwuchs-Rittführer ordentlich rauchten.

Unser Trosser Jürgen Vorwerk war mit dem Sprinter stets zuverlässig und in der Nähe. Er versorgte uns mit Mittagessen und suchte uns an den vereinbarten Treffpunkten auf. Er war auch zur Stelle, als unterwegs ein Hufeisen abgetreten wurde, und das Pferd somit kurzerhand verladen und zur nächsten Station gebracht werden musste. Auch wir Menschen kamen in den „Genuss“ des Trossfahrzeugs, allerdings fühlte sich dies für manche an wie eine Seefahrt inklusive Übelkeit, nur ohne Wasser. Überhaupt fühlte sich unser Anritt manchmal ein bisschen wie ein Lehrgang in „Was kann unterwegs eigentlich alles passieren?“ an. Wir erlebten Situationen mit abgetretenen Eisen, Pferde, die nicht trinken wollten, kleine Verletzungen, müde Vierbeiner und so manchen Berg, den wir schließlich zu Fuß bewältigen mussten. Gemeinsam wurde improvisiert, stets geholfen und weitergeritten.

Natürlich durfte unsere mittlerweile liebgewonnene Tradition nicht fehlen. Während der Etappen übten wir unser diesjähriges Anritt-Lied „Links, rechts“. Am Freitag war es dann soweit, bei unserer Ankunft wurde das Lied zum Besten gegeben. Wir hatten unser Ziel erreicht, und damit begann der zweite Teil des Landessternritts. Am Wochenende erwartete uns ein wunderschönes Gelände in Wuppertal mit einem tollen Ausreitgebiet direkt vor der Nase, wobei für Pferd und Mensch bestens gesorgt war. Neben dem Reiten gab es verschiedene Workshops und einen kleinen Markt mit schönen Pferdeartikeln zu entdecken, dazu natürlich jede Menge Gelegenheit zum gemütlichen Beisammensein.

So ging ein abenteuerlicher Landessternritt zu Ende. Mehrere Tage unterwegs, mit unzähligen kleinen Abenteuern, tollen Pferden und großartigen Menschen.

Geschrieben von Marieke Meyer